Voten2021-03-24T08:01:17+01:00

Meine Voten im Ständerat

Hier finden Sie meine aktuellen Voten in Stichworten und weiterführende Links zum Verlauf der geführten Debatte und den Voten im ganzen Wortlaut.

Meine Voten

Zum Zuschauen beim Mehltau gezwungen

Die Antwort des Bundesrates auf meine Interpellation zeigt, dass in der Schweiz ein neuer Pflanzenschutzwirkstoff eben doch nochmals geprüft wird, auch wenn er in der EU bereits zugelassen ist. Dabei nimmt der Bundesrat eine offensichtliche Angebotsverknappung von Pflanzenschutzmitteln und Konkurrenznachteile der Schweizer Pflanzen-, Obst- und Rebbauern in Kauf. Das ist falsch und torpediert alle Bemühungen für umweltschonende Pflanzenschutzmittel und einen zurückhaltenden Einsatz.

Mein Votum vom 14. Juni

16. Juni 2022|

Für ein würdiges Zusammenspiel, auch in Krisenzeiten

Die Covid-Pandemie hat die unzureichende rechtliche Einbindung des Parlamentes in die Beschlüsse zur Bekämpfung der Pandemie schonungslos gezeigt. Sie stellt insbesondere in staatspolitischer Hinsicht einen schwerwiegenden Mangel dar. Ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, die Bereitschaft und das Bedürfnis des Parlamentes auszudrücken, auch in Krisenzeiten seine verfassungsmässige Rolle verantwortungsbewusst wahrzunehmen.

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2. Juni 2022|

Mehr Transparenz zu Patenten in der Pflanzenzucht

Es ist auch aus landwirtschaftlicher Sicht sehr zu begrüssen ist, wenn wir hier mehr Transparenz erreichen. Wir müssen es versuchen, auch wenn es eine Gratwanderung ist. So können wir uns die Möglichkeiten nicht verbauen, die uns die Zucht bietet. Die Gefahr von Patentrechten, die plötzlich droht, wenn man erfolgreich gezüchtet hat, müssen wir aber möglichst in den Griff kriegen, indem man informiert und diese Information auch zur Pflicht macht.

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15. März 2022|

Bericht über aussergewöhnliche Todesfälle

Der Bundesrat wird in einem Postulat aufgefordert, in einem Bericht zu klären, ob es gesetzgeberischen Handlungsbedarf gibt und allenfalls Lücken in der Strafprozessordnung bestehen.

Auf Grund der grossen Belastung enger Angehöriger in solchen Fällen ist es meiner Meinung nach oberste Pflicht, dass hier eine objektive Untersuchung der Situation dieser aussergewöhnlichen Todesfälle stattfindet. Die Untersuchung muss gründlich sein, in nötiger Tiefe – und da meine ich auch in allen Kantonen –, und sie muss ergebnisoffen sein.

Gleichzeitig habe ich mit Nachdruck gefordert, dass zwei Fragen im Bericht auch beantwortet werden: Erstens möchte ich feststellen lassen, wie viele Annahmen von aussergewöhnlichen Todesfällen am Schluss zutreffend waren und wie viele nicht. Als zweite Ergänzung möchte ich wissen, wie die Situation enger Angehöriger ist, die in einer akuten Trauersituation fälschlicherweise unter Mordverdacht geraten, und ob ihre Situation auch untersucht wird.

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15. März 2022|

Neue Züchtungsverfahren freigeben, aber sorgfältig

Die sogenannten Genom-Editierungsverfahren bei neuen Züchtungsverfahren stellen eine grosse Chance dar für unsere Wissenschaft, aber auch für unsere Landwirtschaft und den Umweltschutz. Gerade deshalb ist eine sorgfältige Gesetzgebung nötig und nicht ein Schnellschuss, wie ihn der Ständerat ganz knapp beschlossen hat. Daher unterstütze ich das vom Ständerat einstimmig beschlossene Postulat, das den Bundesrat verpflichtet, bis anfangs Dezember 2022 einen Bericht über die Möglichkeiten der gesetzlichen Regelung von Genom-Editierungsverfahren zu verfassen und sie vom Gentech-Moratorium auszunehmen. Angestrebt wird eine solide Lösung im Jahre 2023 mit breiter Abstützung. So kommen wir rascher zum Ziel als mit einer hochgradig absturzgefährdeten Subito-Gesetzgebung.

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13. Dezember 2021

 

Die Zeit ist reif, die neuen Züchtungsmethoden ohne artfremde DNA, die unter dem Begriff «Genom-Editierung» zusammengefasst werden können, zu regulieren und dann vom Freisetzungsmoratorium auszunehmen.
Die Zeit ist reif, aber es liegt eben noch keine reife gesetzliche Lösung vor, und deshalb hat der Nationalrat nun einen klugen Kompromiss vorgelegt, indem der Bundesrat verpflichtet wird, innerhalb von zwei Jahren eine Regulierung vorzuschlagen.

Als Vertreter der Minderheit habe ich in der Wintersession davor gewarnt, schneller laufen zu wollen, als die Musik spielt. Der Beschluss des Nationalrates bringt nun Musik und Beine wieder in Übereinstimmung. Er gibt dem Bundesrat den Takt vor, und die Forschung kann und soll nun Gas geben, um mit konkreten Resultaten der neuen Züchtungsverfahren eben dann die Räte vollends zu überzeugen.

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8. März 2022

8. März 2022|

Initiative gegen Massentierhaltung ist unnötig

Schon heute ist eine Tierhaltung verboten, die das Tierwohl systematisch verletzt. Dafür braucht es keine Initiative. Die Initiative geht von einem grossen Irrtum aus: Industrielle Tierhaltung oder anders gesagt die Grösse der Stallgruppen oder Tierbestände soll das Tierwohl verletzen. Das stimmt nicht, was auch jüngste Studien belegen. Es kommt schlicht und einfach auf die Betriebsführung an. Die ist entscheidend, wenn es um das Tierwohl geht. Eine Betriebsführung, die auf einer guten Mensch-Tier-Beziehung fusst und dafür sorgt, dass dem Wohl der Tiere die nötige Beachtung und Zeit geschenkt wird, dass sich Tiere artgemäss verhalten können, dass ihre biologische Anpassungsfähigkeit nicht überfordert wird, dass die Tiere gesund sind und sie nicht unter Schmerzen, Schäden oder Angst leiden müssen. Industrielle Tierhaltung – oder wie es die Initiantinnen und Initiaten mit Massentierhaltung bezeichnen – verletzt nicht automatisch das Tierwohl. Die Initiative ist daher abzulehnen.

Mein Votum

2. März 2022|

Eine Übersicht meiner Wortmeldungen im Ständerat finden Sie hier.

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